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sofern Sie in Leseproben hineingeschaut haben oder „Zwei plus Vier“ schon zur Gänze lesen konnten, würde ich gern etwas über Ihre Eindrücke erfahren. Es interessieren mich  Anmerkungen, Kommentare und Meinungen  -  schonungslose Kritik  sowieso. Bei deren Formulierung dürfen polit-korrekte und ideologie-verpflichtete Sprachregelungen gern außer Acht gelassen werden.

Alle Zuschriften nehme ich aufmerksam zur Kenntnis, bitte jedoch um Nachsicht, sollte die allfällige Beantwortung sich etwas hinziehen.

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Kommentare: 14
  • #14

    Eckehard Liebeck (Mittwoch, 17 Oktober 2018 14:07)

    Literarisches Glanzstück über die Zeit des Kalten Krieges

    Obgleich die Handlung leicht betulich und etwas obsolet in Wortwahl und Stil beginnt, entwicktelt sie sich rasch zum Polit-Thriller, und der Leser fiebert mit Hanna, einer der beiden Protagonisten, ob es ihr gelingen wird, Partei und Staat ein Schnippchen zu schlagen und unversehrt aus der DDR zu entkommen, was ihr letztenendes auch mit Pauls Hilfe von westlicher Seite aus gelingt.
    Reinhard Iben versteht sich darin, die Befindlichkeiten großer Teile der Bevölkerung in diesem ummauterten Staatsgebilde eindringlich und plastisch zu schildern. Als Mittel dazu läßt er nicht allein den Plot auf den Leser wirken, sondern bedient sich dazu genauso der inneren Monologe der beiden Protagonisten mit all ihren Ängsten und Sorgen, ob ein Entkommen aus dem kommunistischen Machtbereich überhaupt noch möglich ist.
    Als ein besonderes Mittel, um Spannung zu erzeugen, legt der Autor alle Schritte seiner Konspiration offen,- auch um zu verdeutlichen, wie extrem schwierig es gewesen ist, jemanden aus Ost-Berlin heraus zu bekommen. Möglicherweise hat er zum Schutz der damals Involvierten nicht alles preisgegeben, was zur erfolgreichen Flucht der beiden Helden beitrug, und das ist gut so.
    Sehr feinfühlige Ironie und Sarkasmus geben der Handlung die nötige Würze, sich mit Paul und Hanna zu solidarisieren und zu identifizieren.
    In der historischen Rückschau sei gesagt, dass die DDR nur eine Episode in der langen deutschen Geschichte war und ihre Bürger von den Machthabern dort mehr oder weniger wie Leibeigene behandelt wurden.
    Das Happy End nach gelungener Kofferraum-Flucht über den Checkpoint Charlie mutet nicht kitschig, sondern zutiefst menschlich ergreifend an, oder, um aus dem Film "Wir Wunderkinder" zu zitieren: "Urlaub von der Diktatur macht mehr Spaß als Schule schwänzen".
    Bleibt sehr zu hoffen, dass es nicht bei diesem sehr gelungenen Erstlingswerk von Reinhard Iben bleibt und ebenso, dass Menschen in Deutschland nie wieder in eine solche Lage kommen, ihre Heimat verlassen zu wollen oder zu müssen.

  • #13

    Ann K.Bartke (Dienstag, 27 Februar 2018 07:20)

    Lieber Reinhard

    Auch ich gratuliere nochmals zu diesem Opus..Lebendigkeit, Sprachniveau auf allen Ebenen, Humor und Deutsche Geschichte..der Augenzeugenroman schlechthin. Ich hatte Spaß beim Lesen und habe eine Flüchtlingsmutter aus der DDR und eine beste Freundin, die Stasiopfer gewesen ist, der habe ich dein Buch weitergereicht.
    Es hat Auswirkungen, was passiert u.a. für Autoren und deren Leser.
    All das wird immer wichtig sein.Und bleiben. Von daher leistest du wertvolle Kulturarbeit.
    Klasse. Meine Hochachtung. Meine Mutter muss es natürlich auch lesen, wird sie. Immerhin hat sie 1962 den Durchbruch aus der russisch besetzen Zone u.a.durch Teile der Ostsee geschafft mit mir im Bauch, auf Leben und Tod und Sicher eine Prägung in mir hinterlassen.
    So fühle ich mit sehr Vielen, denen Unrecht droht und die zu Opfern werden.
    Freiheit und Demokratie sind weiterhin Begriffe und Inhalte an denen ganz viel Arbeit noch notwendig ist.
    Jeder darf hier seinen Anteil leisten, und ich bitte darum�

  • #12

    Uwe Rutkowski (Montag, 15 Januar 2018 20:04)

    Yes we're lovers
    And that is that

    Though nothing
    Will drive them away
    We can beat them
    Just for one day
    We can be heroes
    Just for one day
    What you'd say? I say...

    Am Ende des Buches lieber Reinhard Iben, als die Spannung seinen Höhepunkt erreichte, ertappte ich mich dabei wie ich den alten David Bowie Song summte.

    Was kann ein Schriftsteller bei seinem Leser mehr erreichen, als das er während des Lesens Musik fühlt....

    Die kleine Zeitreise auf die du entführst, war für mich als Urberliner ein großes Vergnügen.
    Gerne erinnert man sich an die unvorstellbar Große Pizza "Familiare" im Roma und im Geiste fuhr man die Straßen ab die für den Einen nur Mittel zum Zweck sind um von A nach B zu kommen und
    für die Protagonisten alles entscheidend waren.

    Gleichfalls bekommt der " Passagier " in seiner Hilflosigkeit eine völlig neue Dimension.

    Zu guter Letzt wird vor Carla tief verbeugt die Kappe gezogen.

    Ich grüße aus der Ferne

  • #11

    Manfred Stötzer (Sonntag, 21 Mai 2017 18:23)

    Bei der Lektüre dieses Romans fühle ich mich in die eigene Jugend zurückversetzt. Das war eine politisch sehr bewegte und persönlich äußerst aufregende Zeit. Stones, Beatles und andere Rockgruppen hatten ihre Hochzeit. Woodstock im fernen Westen, Prager Frühling im "Nahen Osten", Studententumulte und Mondlandung waren Gesprächsthemen. Und natürlich die immer dichter werdende innerdeutsche Grenze, deren Überwindung kaum noch realistisch war, die dennoch von vielen "Ausreisewilligen" immer wieder angegangen wurde. Auch aus diesem Grunde waren wohl die ostdeutschen Gefängnisse nie unterbelegt.

    Nach Verbüßung einer Freiheitsstrafe wegen versuchter "Republikflucht" gestaltet Paul Hanfeld nicht, wie viele andere mit ähnlichem Schicksal, sein Leben in einer DDR-Nische, sondern konzentriert all seine Energie im Stillen auf einen weiteren Versuch, diesmal gemeinsam mit seiner Freundin, dem Arbeiter-und-Bauern-Staat den Rücken zu kehren.

    Der Roman beginnt eher verhalten und steigert sich zunächst bis zu Pauls erfolgreichem Ausbruchsversuch. Danach wird die Erzählung stetig spannender und gipfelt schließlich in der an Dramatik kaum zu überbietenden Flucht von Hanna.

    Mit dieser Erzählung können sowohl Menschen angesprochen werden, die jene Zeit miterlebt haben, als auch junge, die die DDR und die Teilung Deutschlands nur aus dem Geschichtsunterricht kennen und ihre Freiheit heute als selbstverständliche Gegebenheit ansehen.

    Das Buch ist in einer klaren Sprache geschrieben, nicht überfrachtet mit störenden Fremdwörtern und Fachbegriffen. Humor und Satire sind fein eingestreut und haben mir oft ein Lächeln, gelegentlich sogar ein herzhaftes Lachen entlockt.
    Momentan lese ich das Buch ein zweites Mal, um irgendwo d i e Schwachstelle zu entdecken. Bis jetzt ist es mir noch nicht gelungen.

    Ich finde ein großartiges Werk. Ganz herzlichen Dank dafür!

  • #10

    Hans R. Stammer (Dienstag, 25 April 2017 11:53)

    Es ist Dir in vortrefflicher Weise gelungen, ein wichtiges Stück deutscher Zeitgeschichte der teils schon recht gleichgültigen Nachwelt literarisch in Erinnerung zu rufen. Ich habe in vielen Phase gedanklich meine eigene und unsere über weite Strecken gemeinsame Berliner Vergangenheit erneut durchlebt. Der Leser erfährt durch Deine sehr ansprechende und packende, oft sehr assoziative, Erzählform welch unschätzbar hohes Gut die Freiheit ist.

  • #9

    Ulla Pietruk (Montag, 03 April 2017 08:15)

    Alle Achtung, lieber Reinhard - ZWEI PLUS VIER ist einfach nur WOW!!!

    Spannender als alle Krimis, die mir in letzter Zeit über den Weg gelaufen sind, dabei mit gelegentlichem Schmunzeleffekt und vor allem: kaum zu glauben, dass diese Geschichte auch noch wahr ist!

    Unbedingte Leseempfehlung für jeden, der sich für deutsch-deutsche Geschichte interessiert und Dir ein ganz großes BRAVO!!

  • #8

    Dieter Ernst (Samstag, 01 April 2017 10:54)

    Hi Reinhard,
    Habe gestern dein Erstwerk bestellt. Bin sehr gespannt. Wenn sich die Qualität im Text so wiederfindet, wie sie mir in deiner Homepage vermittelt wird, werden wir von dir noch einiges erwarten dürfen.
    In musikalischer und literarischer Freundschaft Dieter

  • #7

    Heinz Berhalter (Donnerstag, 23 März 2017 16:29)

    ZWEI PLUS VIER, diese wunderbare und dazu noch authentische Fluchtgeschichte aus der Zeit des geteilten Deutschland, hat mich von den ersten Seiten an gepackt. Einerseits war da für mich die sich allmählich immer mehr steigernde Spannung der Handlung, bis zum Punkt, wo man als Leser am liebsten Hanna oder Paul zu Hilfe kommen möchte. Dann aber auch die Zeichnung der Akteure, die nicht nur von aussen trefflich geschildert sind, sondern wo immer auch gedachtes, humorvolles und vor allem feine Ironie mit dazu gehörte. Also, für mich eine wundervolle Lektüre, wo ich natürlich am liebsten nach dem glücklichen Ende, die nächste Folge
    in Angriff genommen hätte...

    Heinz
    .

  • #6

    Anja Trümper (Montag, 20 März 2017 18:29)

    Vielen, vielen Dank für diese eindrucksvolle Geschichte. Eine großartige Erzählung, die mich sehr beeindruckt und außerdem spannend unterhalten hat.

    In welchem Stil und wie intensiv wird die Geschichte wohl erzählt werden, hatte ich mich vorab neugierig gefragt, und würden vielleicht sogar verborgene Geheimnisse verraten?
    Nun, während Pauls Flucht im Vergleich noch relativ sachlich behandelt wird, verdichtet sich die Geschichte nach hinten hin und mit Hannas Fluchtvorbereitungen immer mehr, wird auch zunehmend emotionaler. Auch werden erst in diesem Verlauf endlich nach und nach immer mehr Detailinformationen preisgegeben. Trotzdem fiel mir auf, dass spezielle Geheimnisse wohl nicht vollständig offenbart werden sollen. Erst war ich neugierig darauf, ob es irgendwann doch passiert, dann habe ich mich gefragt, ob es einen Grund dafür gibt, es nicht zu tun, später habe ich mir überlegt, dass es möglicherweise überhaupt nicht wichtig ist… Inzwischen meine ich, ich muss nicht alles wissen.

    Warum eigentlich „Zwei plus Vier“? Einmal las ich „Endlich hat der Tisch vier Füße“. DA ist die Zahl „vier“, aber das hat vermutlich nichts damit zu tun. Aber dann fand ich noch „… in welcher Weise vier Paar helfende Hände zusammenwirken müssen, um das Problem von zwei jungen Deutschen zu lösen.“ Ist das die Idee, die hinter dem Buchtitel steht? Und kurz vor Schluss steht wörtlich „Wieder helfen „Zwei plus Vier““. Aber vielleicht gibt es ja auch eine geheime Bedeutung des Titels, oder es existiert gar keine. Wer weiß.

    Lang vergessene Wörter wie „Verhohnepiepeln“ oder „Sapperlot“ habe ich beim Lesen für mich schmunzelnd wiederentdeckt. Die habe ich wohl seit meiner Kindheit nicht mehr gehört und wahrscheinlich noch nie geschrieben gesehen. Und im Gegensatz dazu fand ich Begriffe wie etwa „Datenmenge“ und „Zufallsgenerator“, die vor allem in der heutigen (IT-)Zeit zum Sprachgebrauch gehören, im Kontext sehr amüsant zu lesen.

    Trotz der grundsätzlich eher grauen, unerfreulichen Thematik und oftmals angespannten und bedrohlichen Atmosphäre hinterlässt das Buch ein sehr warmes, wohliges Gefühl in mir, was nicht nur am „Happy End“ liegt, sondern auch am gelegentlichen „Augenzwinkern“, dem stets gegenwärtigen Optimismus und nicht zuletzt an dem friedlichen Rahmen, der die Handlung umschließt. Dieser Rahmen erscheint in Gestalt eines älteren Herrn mit Gehrock, Hut und Spazierstock, zu dem sich sicherlich eine ganz besondere, dem Leser aber verborgene Verbindung vermuten lässt. Schon zu Beginn ist dieser fröhliche Herr bei Sonnenschein im entspannten Schlenderschritt und bester Laune unterwegs, und am Ende des Buches dann wieder lächelnd und gelöster Stimmung. Wie wunderschön.

  • #5

    Thomas Möritz (Montag, 20 März 2017 11:02)

    Mit dem Autor teile ich den Geburtsjahrgang und habe zur Zeit seiner Vorbereitung für Hanna´s Flucht in Berlin studiert. Als Produkt einer Schulzeit im verschlafenen Südwesten der Bundesrepublik hatte ich wenig Ahnung von den Verhätnissen in der DDR und den Vorgängen in Berlin. Die schwer spannende Geschichte von Hanna und Paul hat mich etwas von den dramatischen, wenn auch verborgenen Aktionen in jener Epoche sehen lassen und damit mein Weltbild erweitert.

    Thomas

  • #4

    Dr.Thomas Hanke (Freitag, 17 März 2017 16:47)

    ich.........stelle so hohe Anforderungen wie seinerzeit Marcel Reich-Ranicki,d.h.ich fasse nur jedes 100.ste Buch an und lese nur jedes 200.ste.
    Also 2+4 gehoert zu den 0,5% die ich mit Vergnuegen und Anteilnahme lese und wo ich mich freue,weiterlesen zu koennen.Es hat nicht nur einen spannenden und wichtigen Inhalt,sondern auch einen hohen Unterhaltungswert,und das in einer gepflegten Sprache,die man heutzutage eher nicht antrifft,ohne dabei belehrend oder verurteilend zu wirken.Da (be)schreibt ein ehrlicher,kluger und anstaendiger Mensch seine allumfassende Betroffenheit durch eine boesartige Maschinerie,ohne dabei seine liebevolle Ironie und seinen freundlichen Sarkasmus aufzugeben.

  • #3

    Harald Jansen (Sonntag, 29 Januar 2017 15:21)

    "A Dream You Dream Alone is only A Dream
    A Dream You Dream Together Is Reality (John Lennon)
    Vielen Dank für den Rutsch in die Sechziger und frühen
    Siebziger, den man als 1950er noch gut mitrutschen kann.
    Spitzbart und Fistelstimme wieder auferstanden.
    Ein Sequel des Buches wäre schön.
    Was wurde aus den einzelnen Typen ? KGB Aufseher im
    Chemiekombinat Roter Oktober ?

  • #2

    Richard Mann (Samstag, 28 Januar 2017 10:35)

    Bombfortionell!
    Gratuliere und hoffe aufgrund dieser Art Forum, eine inhaltliche Auseinandersetzung zwischen Lesern und dem Autoren statettfindet. Bin gespannt.

    Dick

  • #1

    Leo Litz (Mittwoch, 25 Januar 2017 13:40)

    Lieber Reinhard! Wie bekannt, "Jeder Anfang ist schwer..." Ich würde diese Aussage ein bisschen erweitern: "Die Fortsetzung ist manchmal nicht leichter..." Alles Gute für Dich! Meine Gratulation zu einem EINDEUTIG GELUNGENEN ANFANG!
    Mit Respekt, herzlichst,
    Dein
    Leo Litz