warum  das  alles ?


motive

Befragt nach meinen Motiven zur Niederschrift von "Zwei plus Vier", zitiere ich gern aus einem Interview mit dem  amerika-nischen Autor Louis Begley („Lügen in Zeiten des Krieges“). Von dessen dort getätigten Äußerungen, meine ich,  passen auch auf mein Werk und meine Beweggründe einige Sätze, die ich wie folgt paraphrasiere:
Es ist ein inneres Bedürfnis zum Erzählen gewesen, was mich veranlaßt hat, jenes Werk  zu schreiben, nicht finanzielle Motive. Ich habe ein erfolgreiches Berufsleben hinter mir, bin inzwischen über 60 Jahre alt und sehe mich unabhängig. Weder habe ich eine Botschaft zu verbreiten, noch will ich predigen. Nur erzählen möchte ich, eben diese Geschichte. Hinter ihr steht auch eine Frage. Ob dies eine gute, richtige, passende, kluge Frage ist, oder deren Gegenteil, ist nicht wichtig. Es kommt nur darauf an, diese Frage zu finden, zu der das hier Beschriebene einst die Antwort war. 

das ganze, kurz gefasst

sieht  ungefähr so aus:

Warterode in Thüringen 1966. Die sechzehnjährige Hanna und der achtzehnjährige Paul lernen sich kennen und lieben. Er wurde kurz zuvor aus dem Gefängnis entlassen; sein Verbrechen war ein Republikflucht-Versuch. Doch fester denn je ist er entschlos- sen, bei nächster Gelegenheit zu fliehen, was Hannas Zustimmung findet. Sie träumen von einer gemeinsamen Zukunft ohne DDR. Bald eröffnen West-Kontakte die Möglichkeit, beide durch organisierte Fluchthilfe heraus zu schmuggeln. Paul hält die Verbindung über Kuriere, die er heimlich in Ost-Berlin trifft. Die Ereignisse des Prager Frühling lassen beide mit Ihren Plänen innehalten, doch der 21. August 1968 zerstört ihnen jede Hoffnung. Nach einiger Zeit startet die Fluchtaktion, wobei Paul der Ausbruch gelingt; Hanna bleibt unentdeckt zurück. Von West-Berlin aus versucht Paul, Hanna nachholen zu lassen, wozu sie den Kontakt durch Treffen mit Kurieren hält. Die Aktivitäten der Fluchthelfer bleiben erfolglos. Deshalb begibt sich Paul selbst in die einschlägige Szene und geht auf die Suche. Unversehens findet er eine exklusive Fluchtmethode, die den Nachteil hat, ihn ins Visier missgünstiger und zudem konkurrierender Geheimdienste zu bringen. So ist in West-Berlin ein Kanadier als Agent des sowjetischen KGB tätig und liefert als Nebenprodukt seiner Industriespionage auch Informationen über Paul und dessen Pläne an die sowjetischen Auftraggeber. Als Paul alles zur Startreife gebracht hat, zeigt sich, wie gerade bei präziser Planung der Zufall umso stärkere Wirkung entfalten kann. . .

Des weiteren

erzähle ich in "Zwei plus Vier" von Menschen in ihrer Schwäche und Begrenztheit, mit ihren Irrungen, Wirrnissen und Verstric- kung in extremer Lebenslage, dazu von Formen menschlicher Dummheit und Niedertracht  wie auch dessen Gegenteil.

Einzelne Ereignisse und Personen habe ich mit literarischer Freiheit gestaltet, doch im Großen und Ganzen sind die Dinge so verlaufen, wie eigene Erfahrung mir zu beschreiben erlaubte.

Kurzum: es geht kreuz und quer durch des Kalten Krieges üblen Gemüsegarten, voll Giftgewächse und versumpfter Löcher. Dicke Mühlsteine beschreibe ich und wie schnell man zwischen sie geraten kann; auch allerhand Abscheulichkeiten, Absurdes und Groteskes. Dennoch bleibt auch Gelegenheit zum Lachen.

 

 


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